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Meldung vom 11.01.2021 Das Thema Sucht ist auch in der Zeit, in der wir mit dem Corona-Virus beschäftigt sind, weiterhin Thema. Die Pandemie stellt uns alle sowohl privat als auch beruflich vor große Herausforderungen. Die Kinder und Jugendlichen werden neben der Arbeit zum Teil von zu Hause betreut und beschult, Freizeitaktivitäten und der Umgang mit Freunden mussten sich der aktuellen Situation anpassen und sind in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess. Für uns alle ist es eine schwierige Zeit. Familien mit Suchtproblemen oder anderen zusätzlichen Belastungen haben es in der Zeit von Corona noch einmal besonders schwer. Uns ist es daher mit unserer Homepage wichtig, sowohl Eltern als auch pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte regelmäßig mit Anregungen und Tipps zu unterstützen. Diese finden Sie unter anderem bei Aktuelles und in unserer Methodenkiste. Bei Fragen und Sorgen können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Im Monat Januar steht das Thema Neue psychoaktive Substanzen (NPS) - Legal Highs und Research Chemicals - im Mittelpunkt unseres Interesses. In den nachfolgenden Beiträgen gibt es wichtige Infos, hilfreiche Websites sowie spannende Podcasts und Filme, die sich mit diesem Thema genauer beschäftigen.

 
"Neue psychoaktive Substanzen (kurz: NPS) sind verschiedene Gruppen synthetisch hergestellter Designerdrogen. Hinsichtlich ihrer bewusstseinsverändernden (psychoaktiven) Effekte ahmen sie zumeist andere illegale Drogen nach. Man kann sie entweder in Bezug auf ihre Wirkung oder nach chemischen Substanzklassen unterteilen.

NPS werden von den Herstellern absichtlich so konzipiert, dass die einzelnen Inhaltsstoffe nicht ausdrücklich verboten sind. Daher kommt auch das irreführende Synonym „Legal Highs“ (legale Rauschmittel). Sobald der Gesetzgeber bestimmte Substanzen verbietet, reagiert der Markt mit Rezepturänderungen.

Elementarer Bestandteil von NPS sind die sogenannten Research Chemicals. Dabei handelt es sich um zunächst legale, hochpotente chemische Verbindungen, die ursprünglich aus der Pharmaforschung kommen. Durch kleine Anpassungen der Molekülstruktur sind sie je nach gewünschtem Effekt und Gesetzeslage einfach zu verändern. Sie werden einzeln oder als Mischung angeboten.


Als „Legal Highs“ sind Produkte bekannt, die unter vielerlei Fantasienamen auf dem Markt erhältlich sind. Fast immer werden sie irreführend nicht als Rauschdrogen, sondern als Badesalze, Räuchermischungen oder Düngerpillen angeboten. Auf eine genaue Deklarierung der Inhaltsstoffe wird bewusst verzichtet."

(Zitat entnommen von https://www.dhs.de/suechte/illegale-drogen/neue-psychoaktive-substanzen)

 

 

 

Neue psychoaktive Substanzen (NPS) - Informationsbroschüre der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

 

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) hat in ihrer Informationsbroschüre alle wichtigen Basisinformationen zum Thema NPS kurz und übersichtlich zusammengestellt.

  • Geschichte und Herkunft
  • Konsumformen
  • Wirkung
  • Risiken und Folgeschäden
  • Abhängigkeitspotenzial
  • Mischkonsum
  • Gesetzeslage

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.

 

 

 Informationsseiten im Netz

 

  https://mindzone.info/drogen/nps/

  http://infoboerse-neue-drogen.de/

 

Hier gibt es umfassende und aktuelle Informationen - für User, Angehörige und Interessierte -, Trends und die neuesten Entwicklungen zum Thema NPS.

 

 

"Rausch aus dem Labor" - Wie legale Drogen Europa erobern (arte Dokumentation)

 

 "Es klingt zu gut, um wahr zu sein: Eine neue Art Drogen verspricht fantastische Rauscherfahrungen ohne Nebenwirkungen - ganz legal. Seit einigen Jahren überschwemmen die sogenannten Legal Highs den Markt, synthetische Substanzen, die die Wirkung klassischer Drogen kopieren. Experten aus Medizin und Forschung analysieren die Drogen und erklären ihre Verbreitung in Europa. Sie warnen von den dramatischen Nebenwirkungen, beleuchten Herstellung, Vertrieb und die Tricks der Produzenten.

 

Die Verpackungen sind bunt und versprechen den meist jugendlichen Konsumenten einen sicheren Rausch. Namen wie „Monkees go Bananas“ oder „Pink Bull“ täuschen darüber hinweg, dass es sich bei diesen Produkten um psychoaktive, synthetisch hergestellte Substanzen handelt, die oft viel stärker sind als die pflanzlichen Originale.

Experten aus Medizin und Forschung analysieren die Drogen und erklären ihre Verbreitung in Europa. Sie warnen vor den dramatischen Nebenwirkungen, beleuchten Herstellung, Vertrieb und die Tricks der Produzenten. Die Eltern der Konsumenten, aber auch die Gesetzgeber schauen rat- und hilflos auf diese neue Drogenwelle. Neben Depressionen, Konzentrationsschwächen und Herzproblemen kann die Einnahme sogar zu Hirnschlägen und Todesfällen führen.

Einfach verbieten kann man die Legal Highs trotzdem nicht. Die Hersteller modifizieren die Drogen ständig, um gesetzliche Verbote zu umgehen. Kaum wird eine bestimmte Substanz verboten, kommt eine leicht abgewandelte Form auf den Markt, die zumindest eine Zeit lang legal verkauft werden darf. Was also ist zu tun? Welche Wege führen aus diesem gefährlichen Kreislauf?"

(Text entnommen von https://programm.ard.de/TV/arte/rausch-aus-dem-labor/eid_28724320980578)

Zum Film geht es hier.

 

Podcast "Neue psychoaktive Substanzen - Legal und ungefährlich?"

 

 

 

„Designerdrogen, Legal Highs, Research Chemicals, Kräutermischungen und Badesalze - auch wenn sie verschiedene Begriffe tragen, gelten sie alle als neue psychoaktive Substanzen. Sie imitieren in der Regel Effekte von bereits existierenden psychoaktiven Substanzen - aber wie legal und gefährlich sind die Verwandten von LSD, MDMA oder Cannabis wirklich?“

 

(Text entnommen https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9wb2RjYXN0NWQwZGY4LnBvZGlnZWUuaW8vZmVlZC9hYWM/episode/OGNmNjk2NTE0YTA1NzZmZWE0MGJlYTk0YjFlYWRhYzI?hl=de&ved=2ahUKEwjtraf4xbvtAhUPsaQKHfWeC4oQjrkEegQIBhAF&ep=6)

Zum Podcast in voller Länge geht es hier.


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