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Aktionen

Aktion „Safe it first! Mit uns gegen K.O.-Tropfen“

Kreisjugendamt Ebersberg, Gesundheitsregion plus

 

K.O.-Tropfen, die oft auch als Liquid Ecstasy bezeichnet werden, sind eine geschmacks- und geruchslose Substanz. Mit ihrer Einnahme wird man innerhalb weniger Minuten teilnahmslos, willenlos und teilweise handlungsunfähig. Dazu treten oft Schwindel, Übelkeit, Wahrnehmungsstörungen, Erinnerungslücken oder gar ein totaler Erinnerungsverlust auf. Bei einem Mischkonsum, vor allem mit Alkohol oder Medikamenten, kann es sogar zu einem Atemstillstand kommen. Todesfälle in Deutschland sind bekannt.

Immer wieder kommt es bei öffentlichen Veranstaltungen, Partys, Feiern, Diskothekenbesuchen etc. zu sexuellen Handlungen oder Gewalttaten, bei denen ein Zusammenhang mit der Verabreichung von K.O.-Tropfen vermutet wird. Die Opfer berichten von plötzlich auftretenden Rauschzuständen: „ich hatte Angst ohnmächtig zu werden“, „mir wurde plötzlich schwindlig und schlecht“, „ich war ganz benommen“, und dies, obwohl von den Betroffenen nur wenig oder gar kein Alkohol getrunken wurde.

Indizien, die auf eine Verabreichung von K.O.-Tropfen hindeuten, sind vor allem: Schwindel, Unwohlsein, Verwirrtheit, Schläfrigkeit. Diese Symptome treten plötzlich auf und verstärken sich sehr schnell. Nicht selten steht am Ende oft die Bewusstlosigkeit; die Opfer wissen absolut nichts mehr von den letzten Stunden. Kriminelle benutzen K.O.-Tropfen auch, um ihre Opfer zu vergewaltigen. Deshalb werden K.O.-Tropfen in der Öffentlichkeit auch als Vergewaltigungsdroge bezeichnet.

 

Um diese Risiken zu minimieren, sind folgende Tipps hilfreich:

  • Sein Getränk nicht unbeobachtet lassen, sondern am besten in der Hand halten und die Öffnung mit Handfläche oder Finger verdecken;
  • Kein offenes Getränk von fremden oder nicht vertrauenswürdigen Personen annehmen;
  • Mit Freunden und Freundinnen vereinbaren, aufeinander zu achten;
  • Sich beim ersten Anzeichen sofort an einen Freund, eine Freundin oder das Personal wenden;
  • Mit Begleitung die Veranstaltung verlassen;
  • Eventuell den Rettungsdienst bzw. Notarzt verständigen (lassen), bei einem Verdacht Hinweis auf mögliche K.O.-Tropfen geben.

Präventive Maßnahmen zur Minderung der Risiken, ein Opfer zu werden, sind notwendig. Dabei kommt der Aufklärung und Information eine zentrale Rolle zu. Die Aktion „Safe it first! Mit uns gegen K.O.-Tropfen“ des Kreisjugendamts und der Gesundheitsregion plus, beide Landratsamt Ebersberg, weist mittels zweier Gegenstände auf die Gefahren von K.O.-Tropfen hin: Die Bsafe Disc und Spikeys.

 

Die Bsafe Disc deckt eine Glasöffnung ab und erschwert so das heimliche Einbringen von Fremdsubstanzen.

 

Spikeys© sind Plastikpfropfen, die man in den Flaschenhals drücken kann. So ist auch hier das heimliche Einbringen von Fremdsubstanzen erschwert. Der Pfropfen ist mehrfach verwendbar, die angehängte Aktionskarte informiert über Gefahren von und Maßnahmen gegen K.O.-Tropfen.

 

Der Croni© ist ein Kronkorken aus lebensmittelechtem Silikon und dient als wiederverwendbarer Flaschenverschluss, der insbesondere für Flaschen mit Kapselverschluss geeignet ist. Das Getränk kann dadurch besser geschützt werden!

 

Bsafe Disc, Spikey© und Croni© können selbstverständlich Getränke und Flaschen nicht völlig schützen! Vielmehr sind sie dazu gedacht, die Aufmerksamkeit von Partygänger*innen auf die Gefahren von K.O.-Tropfen zu lenken und eine Diskussion zu Schutzmaßnahmen anzufachen!

 

Flächendeckende Kurzveranstaltungen (max. 30 min) in Schulklassen sind geplant. Schulen, Verbände und Vereine können jederzeit Termine buchen.

 

Nähere Informationen zu dieser Präventionsmaßnahme sind abrufbar auf der Website des Kreisjugendamtes Ebersberg.

Personen

Name Telefon Telefax Zimmer E-Mail
Ingo Pinkofsky
08092 823 311 08092 823 9311 4.27 ingo.pinkofsky@lra-ebe.de
Bsafe Disc
Spikey©
Info und Aufklärung
Croni©
Rausch und Risiko

 

Aktion Rausch und Risiko

Kreisjugendamt und Gesundheitsamt Ebersberg

 

Die Aktion „Rausch & Risiko“ wurde vom Team Suchtberatung und -prävention des Gesundheitsamtes und dem Team Präventive Jugendhilfe des Kreisjugendamtes entwickelt. Sie befasst sich mit der Vorbeugung von Risiken im Straßenverkehr. Wir wollen junge Menschen einerseits auf Gefahren im Straßenverkehr hinweisen, die sie selbst zu verantworten haben: durch den Gebrauch von Alkohol und/oder berauschende Substanzen (z.B. Haschisch, synthetische Drogen), durch den Gebrauch von Smartphones am Steuer oder die Ablenkung durch Beifahrer.

Andererseits soll bewusstgemacht werden, welche Verantwortung (junge) Menschen im Straßenverkehr tragen, die zu ignorieren – sei es aktiv als Fahrer oder passiv als Beifahrer – dramatische Folgen haben kann.

Die Aktion beginnt mit einer nichtöffentlichen Veranstaltung für Schüler*innen ab der 9. Jahrgangsstufe. Mitarbeiter*innen der Freiwilligen Feuerwehr, des Bayerischen Roten Kreuzes KV Ebersberg, der zuständigen Polizeiinspektion und des Ambulanten Kinderhospizes München (AKM) berichten zunächst von ihren Tätigkeiten und ihrer persönlichen Betroffenheit nach Unfällen. Anschließend wird im Freien eine Notfallübung durchgeführt und ein typisches Rettungsszenarium dargestellt.

In den darauffolgenden Tagen gehen Fachkräfte in die einzelnen Schulklassen und reflektieren das Erlebte.

Die Aktion ist für die jeweilige Schule kostenfrei. Pro Kalenderjahr können maximal zwei Schulen bedient werden.

Anfragen bitte an Herrn Ingo Pinkofsky.

Personen

Name Telefon Telefax Zimmer E-Mail
Ingo Pinkofsky
08092 823 311 08092 823 9311 4.27 ingo.pinkofsky@lra-ebe.de